Die Palliative Geriatrie ist ein Konzept, dass in Österreich und Norwegen bereits in diversen Modellprojekten in die Altenheime getragen wurde und dort zunehmend Zustimmung und Unterstützung auch durch staatliche Institutionen erfährt (Kojer 2002, Husebö 1999).

Ausgehend von der Definition der WHO (in der die Palliativmedizin als aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer progredienten, weit fortgeschrittenen Erkrankung angesehen wird, zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf kurative Behandlung anspricht und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, sozialen und spirituellen Probleme höchste Priorität besitzt) bauen die Gedanken und Lösungsansätze der Palliativen Geriatrie auf einer Haltung auf, dass auch chronisch kranke, schwer demente und sterbende alte Menschen palliativ betreut werden müssen. Dabei liegt die Intention dieses Konzeptes nicht darin begründet, aus den Alten- und Pflegeheimen Hospize zu machen, sondern den Hospizgedanken in die Organisationskultur der Institutionen zu integrieren. Im Sinne einer radikalen Patientenorientierung wird dabei innerhalb eines kompetenten multiprofessionellen Teams, das aus Pflegepersonen, Ärzten, Therapeuten besteht und jederzeit auf Seelsorger, Psychologen und Sozialarbeiter zurückgreifen kann, die Begleitung eines hochbetagten sterbenden Menschen individuell geplant.

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